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4 Min. Lesezeit

Google Shopping für deinen JTL-Shop einrichten

Vom JTL-Shop ins Merchant Center. Bereite deinen Produktfeed vor, behebe Datenfehler und starte Google Shopping mit messbaren Käufen und klaren Zielen.

StoreSchmide-Fuchs startet energiegeladen eine Google-Shopping-Kampagne für einen JTL-Shop
Jasmina
Von Jasmina
Online-Marketing · Google & Meta Ads

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Google Ads
Inhaltsverzeichnis

Ein Kunde sucht ein bestimmtes Produkt und vergleicht Bild, Preis und Lieferbedingungen. Google Shopping kann deinen Shop genau in diesem Moment sichtbar machen. Voraussetzung sind Produktdaten, die zum tatsächlichen Angebot passen.

Bevor du Geld in Anzeigen steckst, solltest du deshalb den Weg vom JTL-Shop zum Merchant Center prüfen. Ein falscher Preis oder eine nicht verfügbare Variante lässt sich nicht durch mehr Werbebudget ausgleichen.

Welche Rolle JTL-Shop, Merchant Center und Google Ads haben

Dein Shop stellt die Produkte und die Kaufmöglichkeit bereit. Das Merchant Center verarbeitet die übermittelten Produktdaten und zeigt Probleme bei ihrer Verwendung an. Für bezahlte Kampagnen kommt Google Ads hinzu.

Kostenlose Produkteinträge und bezahlte Shoppinganzeigen sind unterschiedliche Angebote. Ein importierter Artikel bedeutet deshalb noch nicht, dass eine bezahlte Kampagne läuft. Trenne bei der Auswertung die jeweiligen Zugriffe und Kosten.

Lege vor der Einrichtung fest, in welchen Ländern du verkaufen willst und welche Lieferbedingungen gelten. Dein tatsächliches Angebot muss zu den Angaben passen, mit denen Kunden über Google zu dir gelangen.

Den Produktfeed aus dem JTL-Shop vorbereiten

Je nach Einrichtung kommt eine Exportvorlage, ein Plugin oder ein Dienst zur Feedverwaltung infrage. Entscheidend ist, dass die Daten regelmäßig aktualisiert werden und die ausgewählte Lösung die benötigten Felder aus deinem Shop übernimmt.

Prüfe insbesondere eindeutige Produktkennungen, aussagekräftige Titel, Produktlinks, Bilder, Preis und Verfügbarkeit. Weitere Anforderungen hängen unter anderem von Sortiment und Zielland ab. Maßgeblich ist die Produktdatenspezifikation von Google.

Ein nachvollziehbarer Produkttitel beschreibt, was verkauft wird. Bei einer Jacke können Marke, Modell, Ausführung und Größe relevant sein. Ein Titel wie „Unser Bestseller“ sagt einem suchenden Kunden wenig. Ergänze nur Eigenschaften, die für das konkrete Produkt zutreffen.

Behalte eindeutige Kennungen über Aktualisierungen hinweg bei. Prüfe Varianten einzeln. Eine Anzeige für eine bestimmte Größe sollte auf eine Seite führen, auf der diese Auswahl und ihre Verfügbarkeit nachvollziehbar sind.

GTINs korrekt behandeln

Eine fehlende GTIN lässt sich nicht dadurch lösen, dass du irgendeine Nummer einträgst. Wenn für das Produkt eine GTIN vergeben wurde, verwende die zutreffende Kennung. Fehlen Produktkennzeichnungen tatsächlich, hängt die korrekte Übermittlung von den Eigenschaften des Produkts ab.

Setze identifier_exists nicht pauschal auf no, nur weil die Kennung in deinen Daten fehlt. Google erläutert die Bedingungen im Leitfaden zu Produktkennzeichnungen. Bereinige fehlende Stammdaten möglichst dort, wo sie geführt werden. Eine einmalige Korrektur im Export kann beim nächsten Durchlauf wieder verschwinden.

Das Merchant Center einrichten und den ersten Import prüfen

Hinterlege die Unternehmensangaben, bestätige deine Website und richte die benötigten Angaben zu Versand und Rückgabe ein. Verbinde anschließend die gewählte Datenquelle. Prüfe nach dem Import sowohl einzelne Produkte als auch Meldungen auf Kontoebene.

Beginne mit einer kleinen Auswahl lieferbarer Artikel. Öffne die Zielseiten und vergleiche die übermittelten Informationen mit dem sichtbaren Angebot. Teste außerdem, ob die richtigen Versandkosten im Checkout erscheinen.

Bei einer Ablehnung ist der konkrete Grund entscheidend. Behebe die Ursache in der Datenquelle oder im Shop und kontrolliere den nächsten Import. Wiederholtes Hochladen derselben fehlerhaften Daten bringt dich nicht weiter.

Die Kaufmessung vor dem Kampagnenstart testen

Eine Kampagne braucht ein klares Ziel. Für einen verkaufenden Onlineshop sind tatsächlich abgeschlossene Bestellungen in der Regel aussagekräftiger als Seitenaufrufe oder Warenkörbe.

Prüfe bei einer Testbestellung, ob Bestellwert, Währung und eindeutige Transaktionskennung korrekt ankommen. Kontrolliere, ob ein erneuter Aufruf der Bestätigungsseite denselben Kauf mehrfach meldet. Lege außerdem fest, wie Stornos und Erstattungen in deiner Auswertung berücksichtigt werden.

Dokumentiere die verwendete Umsatzdefinition. Wenn ein Bericht Bruttowerte einschließlich Versand zeigt und ein anderer Nettowerte ohne Versand, wirken Zahlen widersprüchlich, obwohl technisch alles übertragen wird.

Standard Shopping oder Performance Max auswählen

Beide Kampagnentypen können sinnvoll sein. Standard Shopping eignet sich, wenn du die Shoppingausspielung gezielt steuern und auswerten möchtest. Performance Max erweitert die automatisierte Ausspielung auf weitere Werbeflächen. Dafür brauchst du passende Vorgaben und Werbemittel.

Google bietet ausdrücklich Experimente zum Vergleich beider Kampagnentypen an. Eine pauschale Empfehlung für jeden Shop wäre deshalb zu kurz gegriffen. Unser Beitrag zu Performance Max erklärt, welche Entscheidungen vor dem Start wichtig sind.

Nach dem Start nach Produkten auswerten

Ein guter Gesamtumsatz kann verdecken, dass einzelne Artikel Geld verlieren. Vergleiche Werbekosten mit dem Betrag, der nach Wareneinsatz, Versand und weiteren variablen Kosten übrig bleibt. Berücksichtige auch Retouren.

Erhöhe das Budget erst, wenn die Daten verlässlich sind und die beworbenen Produkte wirtschaftlich tragen. Wenn viele Besucher kommen und kaum jemand kauft, prüfe Angebot, Lieferbedingungen und Produktseite ebenso sorgfältig wie die Kampagne.

Fazit

Gute Shoppingkampagnen beginnen bei den Produktdaten. Preise, Verfügbarkeit und Varianten müssen stimmen, bevor du das Budget erhöhst. Starte mit einem ausgewählten Sortiment und einer geprüften Kaufmessung. Entscheidend ist anschließend, welche Produkte nach Werbekosten und Retouren genug Ertrag bringen. Diese Erkenntnis sollte bestimmen, wo du weiter investierst.

Häufige Fragen

Braucht jedes Produkt eine GTIN?

Nein. Entscheidend ist, ob für das konkrete Produkt eine GTIN vergeben wurde und welche Kennzeichnungen erforderlich sind. Fehlende Daten im eigenen System sind kein Grund, vorhandene Kennzeichnungen als nicht existent zu melden.

Kann Google meine Produkte kostenlos anzeigen?

Kostenlose Produkteinträge sind von bezahlten Shoppinganzeigen zu unterscheiden. Ob ein Produkt dafür geeignet ist und ausgespielt wird, hängt von den jeweiligen Anforderungen und der Prüfung durch Google ab.

Wie hoch sollte mein Startbudget sein?

Leite es aus Sortiment, Marge, erwarteten Klickkosten und dem Umfang deines Tests ab. Ein kleines Budget auf sehr viele Produkte zu verteilen liefert oft wenig brauchbare Daten pro Artikel.

Warum werden Artikel abgelehnt?

Mögliche Ursachen sind fehlende Kennzeichnungen, widersprüchliche Preise, falsche Verfügbarkeit oder Probleme mit der Website. Die konkrete Meldung im Merchant Center bestimmt, was du korrigieren musst.

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Markus Schmid, Geschäftsführer von StoreSchmide

Markus Schmid

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